Hände – hands – mains

Fotoprojekt 2019

Was fotografieren in den Zeiten von DSGVO? Kleinlebewesen, Architektur oder sollte ich doch zur Naturfotografie wechseln. Was durchaus seine Reize hat und ich mich dort sehr wohl fühle.

Allerdings, kam es anders. Durch die Teilnahme am projekt3 und dem diesjährigen Thema „be touchet“ hatte ich dieses Foto eingereicht.

Hände! Oma mit Enkelkind und die Idee war entstanden. #handsprojekt

Jede Woche ein Foto. Bin gespannt wie es sich entwickelt. Würde mich freuen, wenn ihr dabei seid.

2019 – 16 Junges Mädchen mit Hund
2019- 15
2019 – 14 Globetrotter aus Finnland
2019 -13 Schach – Matt beim Schlossgarten in Karlsruhe
2019 – 12 Marlon * Yoga

Ihn beobachtete ich „zufällig“ im Schlossgarten, bei seinen Übungen. Wie er mir erklärte, praktiziere er Falun Dafa.

2019 – 11
2019 – 10 Museumsbesucherin im Landesmuseum Karlsruhe
2019 – 09 Frau Tan * 77 Jahre
2019 – 08 Straßenmusiker in Karlsruhe * Südafrika * 32 Jahre
2019 – 07 Dr. Tan * 90 Jahre * Apotheker *
2019 – 06 Nino * 74 Jahre * Schneider

Nino aus Kalabrien in seiner Schneiderei in Karlsruhe. Seit 68 Jahre als Schneider tätig. In seiner Heimat war es üblich, das die Kinder nach der Schule arbeiteten. Nachdem er mit 6 Jahren eingeschult wurde, musst er nachmittags in einer Schneiderwerkstatt mit anpacken. Schon in der Kindheit erlernte er den Beruf des Schneiders. Ende der 60er Jahre verschlug es ihn nach Deutschland. Ein bewegtes Leben.

2019 – 05 Martina * Friseurin *
2019 – 04 Renée * 52 Jahre *

Entdeckt. Spontan gefragt. Danke Renée !

2019 – 03 Carl * 70 Jahre * Klavierbauer

Einen Bezug zum Beruf herstellen, sollte diese Woche meine Herausforderung sein. Deshalb versuchte ich in der „Pianowerkstatt“ mein Glück. Nach einer gewissen Skepsis, hatte ich ein schönes Gespräch mit Carl, Danke.

2019 – 02 Susanne * 50 Jahre * Cafe Inhaberin
2019 – 01 Enzo * 74 Jahre * Rentner, mehr wollte er nicht preisgeben.

Am 2. Januar mein erstes Foto. Auf einer Parkbank im Karlsruher Schlossgarten einen älteren Herrn angesprochen. Gar nicht so einfach. Musste einige Überzeugungsarbeit leisten. War nicht so gesprächig.

26 Gedanken zu “Hände – hands – mains

  1. Renata Janett

    2019- 15 Dein Bild erinnerte mich mit seiner Atmosphäre und verschiedenen Einzelheiten an die 70er – so „flower-power“ ähnlich 😉

  2. Renata Janett

    2019 – 14 Diesen Händen machst du nichts vor. Sie lassen auf sich zukommen – und nehmen dann an oder verwerfen. Arbeit ist nicht bevorzugt, aber wenn eine Hilfe gebraucht wird, sind sie da. Gelassenes Beobachten.

    1. klaus Artikel Autor

      Du wirst mir unheimlich.
      Besser hätte ich den Menschen nicht analysieren können und ich habe mit ihm gesprochen. Soweit es mein Englisch zugelassen hat.
      Ein ganz friedlicher, ruhiger Zeitgenosse. Sein Begleiter ein Hund, stand ihm in nichts nach.
      Äußerlich eher verwahrlost und machte den Eindruck eines Obdachlosen. Im Gespräch stellte sich heraus, kein Alkohol und nahm erst nach einigem zureden ein paar Euro von mir an. Die Hände sehen wahrlich nicht nach harter Arbeit aus.

  3. Renata Janett

    2019 – 12 (nichts)
    2019 -13 Ob Kugel- (pétanque) oder Schachspieler, es sind ähnlich konzentriert beschäftigte Hände, die sich an Kugeln oder Figuren festhalten – und nicht umgekehrt 😉

    1. klaus Artikel Autor

      Danke für den Kommentar 2019 – 12
      Sollte doch bei meiner ursprünglichen Idee der Hände bleiben. War auch unschlüssig, habe es geändert mit meinem „ersten Foto“ welches ich vorgesehen hatte.

  4. Renata Janett

    2019 – 08 Feststellung dank deines Bildes: außer der Singstimme gibt es nur ganz wenige herkömmliche Musikinstrumente, für welche die Hände nicht unumgänglich sind.
    „handlose“ Instrumente: Fußtrommel, Alphorn (aber schwierig ohne Hände), Mundharmonika mit Halter, und ?

  5. Renata Janett

    Meine Großmutter war Schneiderin. Deine Aufnahme 2019 – 06 hat mich daran erinnert, wie ich eines Tages meine über 70 Jahre alte Oma weinend an einer Näharbeit überrascht habe. Sie hat mir erklärt, dass ihre Augen auch bei gutem Licht für Schneiderarbeiten nichts mehr taugen und dass ihre von Rheuma verbogenen Finger die Nadel kaum mehr führen können. – Ich habe die begonnene Naht dann (mit Ach und Krach!) fertig genäht.
    Es ist erfreuend, dass Ninos Hände diese Feinarbeit noch meistern. Ich wünsche ihm, dass es solange weiter geht, wie er es sich wünscht.

  6. Renata Janett

    2019 – 05
    Balinesische Tänzerin? Ich würde meinen Haarschopf diesen Händen nur zögernd anvertrauen. Diese Fingernägel flössen mir Angst ein. Aber solange (so kurz?) sie bloß Herrenschnitte macht, kann das mir ja auch egal sein.
    LG
    Renata
    PS: es regnet

  7. Renata Janett

    2019 – 4
    Die einen müde anschauende Hand von Renée (französische Übersetzung von Renata …). Solcher Handschmuck wird oft von eher scheuen, nicht sehr gesprächigen Menschen getragen oder von Menschen, die andere nicht gern nahe kommen lassen. Du hast das Vertrauen gewonnen. So empfinde ich es wenigstens 😉
    Gruß aus dem Südwesten
    R

    1. klaus Artikel Autor

      Denke, du hast den Menschen gut analysiert. Hatte auch den Eindruck, eher einen zurückhaltenden Menschen zu treffen. Um so erfreuter war ich, dass er einwilligte, ich dürfe seine Hand fotografieren.
      Die Überraschung kam zu Hause als ich sein Kopf Tattoo genauer anschaute. Dies zu fotografieren hatte er mich aufgefordert. Anfangs war er noch mit Kopfbedeckung.
      Mein Projekt übertrifft bisher alle meine Erwartungen. Wobei ich es mir einfacher vorgestellt hatte, den Hand ist nicht gleich Hand.
      Danke für Deine Kommentare.
      LG Klaus

  8. Renata Janett

    Hände faszinieren mich. Wenn ich mit einer neuen Person in Kontakt komme, schaue ich von Anfang an auf ihre Hände. Dein Projekt, Klaus, interessiert mich also sehr (oder irrsinnig…). Ich finde bloß, dass deine erste Woche etwas lang wird …
    Enzos Hand ist rührend, aber die nächste? Du solltest doch den Plan handhaben 😉

    1. klaus Artikel Autor

      Hallo Renata,
      Super, das du meine Website entdeckt hast und mich gleich unter Druck setzt. Es ist doch erst Samstag 😉
      Meine Hände Projekt hat noch viel Luft nach oben. Ideen habe ich reichlich, denke wird schon. Finde Hände ebenso faszinierend und erzählen oft eine kleine Geschichte.
      Bis demnächst.
      Liebe Grüße nach Frankreich Klaus

      1. Renata Janett

        Jetzt habe ich gerade lange gestöbert (flickr und hier), bis ich das Bild, das mich ganz stark gerührt hat, wieder gefunden habe: 1/52 – Glück. Klaus, das ist eine wunderschöne Aufnahme, die Geborgenheit, Liebe, Vertrauen und eben Glück ausstrahlt. Zudem kündigt sie gewissermaßen dein diesjähriges Projekt an. Vielleicht findet das Foto seinen Platz in dieser Serie? So zum Abschluss, in der 53. Woche, zum Beispiel 😉
        Schon wieder wartende Grüße aus Frankreich Renata

        1. klaus Artikel Autor

          Danke Renata! Das Foto 1/52 – Glück hatte ich gar nicht mehr in meinem Gedächtnis. Stimmt, es ist ein echtes Highlight. Es wird den Abschluss bilden, vielleicht mit einem aktuellen Foto der Darsteller von damals. Die Hände sind dann nur 3 Jahre älter.
          Herzliche Grüße Klaus

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