Hände – hands – mains

Fotoprojekt 2019

Was fotografieren in den Zeiten von DSGVO? Kleinlebewesen, Architektur oder sollte ich doch zur Naturfotografie wechseln. Was durchaus seine Reize hat und ich mich dort sehr wohl fühle.

Allerdings, kam es anders. Durch die Teilnahme am projekt3 und dem diesjährigen Thema „be touchet“ hatte ich dieses Foto eingereicht.

Hände! Oma mit Enkelkind und die Idee war entstanden. #handsprojekt

Jede Woche ein Foto. Bin gespannt wie es sich entwickelt. Würde mich freuen, wenn ihr dabei seid.

2019 – 42 Straßenmusiker
2019 – 41 B. Upphof * 26 Jahre * KSC Torwart – 2. Bundesliga
2019 – 40 Unterwegs in der Natur
2019 – 39 Manfred * 68 Jahre * Antiquitäten Händler
2019 – 38 Fremder am Klavier

Ob sanfte, leise Klänge oder laute, energiegeladene Akkorde – die Karlsruher Innenstadt wird zur sommerlichen Konzertbühne. Inmitten des innerstädtischen Trubels warten bis Ende September 2019 zu regulären Geschäftszeiten zahlreiche Klaviere darauf, zum Klingen gebracht zu werden. Frei nach dem Motto: „Spiel Mich!“ darf sich jede(r) setzen, nach Herzenslust musizieren und sich mutig ausprobieren – egal, ob Laie oder Profipianist, Jung oder Alt.

2019 – 37 Jockey in Iffezheim Ende August
2019 – 36 Ludwig * 86 Jahre

Den älteren Herr entdeckte ich vor dem Karlsruher Schloss. Dort treffen sich täglich viele zum Boule spielen. Er war alleine und machte einige Wurfübungen mit den doch etwas verrosteten Boule Kugeln. In angesprochen, ob er mir als Hand Modell zu Verfügung stehe, willigte er sofort ein, Danke. Dabei erzählte er mir, dass in der heutigen Tageszeitung Bowle Anfänger aufgerufen wurden sich am heutigen Abend hier zu treffen. Da er seit 15 Jahren keine Kugeln mehr in Händen hatte, fand er diesen Anlass doch sehr passend. Leider war zu diesem Zeitpunkt Ludwig der Einzigste welcher an dem Treffpunkt erschienen ist. Wieder eine nette Begegnung, welches ich meinem Projekt zu verdanken habe.

2019 -35 Freimaurer

Irgendwie fand in den tätowierten Kunden bei uns im Laden interessant. Leicht zögernd durfte ich seine Hände fotografieren. Dabei erwähnte er, dass seine Familie seit Generationen den Freimaurern angehört. Ein Tattoo weisst wohl darauf hin. Tja…

2019 -34 Türkischer Metzger aus Karlsruhe * 62 Jahre

Eine Begegnung der besonderen Art. Auf meine Frage ob ich ihn bei der Arbeit fotografieren dürfe, reagierte er sehr zurückhaltend. Fast unverständlich, was das den soll. Ich erklärte ihm mein Projekt, daraufhin nahm er ein Stück Hals vom Lamm und bearbeitete dies, damit ich sein Handwerk mit dem Foto dokumentieren kann. So nett, Danke. Heute habe ich ihm einige Fotoabzüge überreicht.

2019 – 33 Sleman aus Syrien

Für solche Fotos mache ich das Projekt. In Karlsruhe wird der Markplatz neu mit Pflastersteinen verunstaltet. Dieser Arbeiter viel mir sofort auf, keine Handschuhe (BG Bau, hat dies nicht gelesen). Ihn angesprochen, ob ich fotografieren darf, erzählte er mir, dass er es brauche diesen Gefühl zu dem Stein. Sleman ist 2015 aus Syrien geflüchtet. Arbeitet in Deutschland und ist dankbar das er hier sein kann. Ab und an hat er Heimweh, da er ganz alleine ist.

Deshalb gibt es auch diese Woche zwei Fotos

2019 – 33 Selam

2019 -32 auf dem Markt
2019 – 31 Lore * 82 Jahre
2019 – 30 Sven * IT Student
2019 -29 Marianne * 82 Jahre * auf dem Flohmarkt
2019 -28 Mike * 55 Jahre * Baugewerbe
2019 -27 Jakob * 9 Wochen
2019 -26 Fußgängerzone in Karlsruhe
2019 – 25 Teilnehmerin einer Kräuterführung.
2019 – 24 Stadtgarten Konzert – L’Orchestre d’Harmonie de Bischwiller/Elsaß
2019 -23 Straßenkünstler
2019 – 22 Museumsbesucherin
2019 -21 Gardasee
2019 – 20 Bedienung wartet auf Kunden – Cafe am Gardasee
2019 – 19 Kontrabass
2019 -18 Straßenfoto
2019 -17 Der Weltmeister am Osterwochenende in Karlsruhe
2019 – 16 Junges Mädchen mit Hund
2019- 15
2019 – 14 Globetrotter aus Finnland
2019 -13 Schach – Matt beim Schlossgarten in Karlsruhe
2019 – 12 Marlon * Yoga

Ihn beobachtete ich „zufällig“ im Schlossgarten, bei seinen Übungen. Wie er mir erklärte, praktiziere er Falun Dafa.

2019 – 11
2019 – 10 Museumsbesucherin im Landesmuseum Karlsruhe
2019 – 09 Frau Tan * 77 Jahre
2019 – 08 Straßenmusiker in Karlsruhe * Südafrika * 32 Jahre
2019 – 07 Dr. Tan * 90 Jahre * Apotheker *
2019 – 06 Nino * 74 Jahre * Schneider

Nino aus Kalabrien in seiner Schneiderei in Karlsruhe. Seit 68 Jahre als Schneider tätig. In seiner Heimat war es üblich, das die Kinder nach der Schule arbeiteten. Nachdem er mit 6 Jahren eingeschult wurde, musst er nachmittags in einer Schneiderwerkstatt mit anpacken. Schon in der Kindheit erlernte er den Beruf des Schneiders. Ende der 60er Jahre verschlug es ihn nach Deutschland. Ein bewegtes Leben.

2019 – 05 Martina * Friseurin *
2019 – 04 Renée * 52 Jahre *

Entdeckt. Spontan gefragt. Danke Renée !

2019 – 03 Carl * 70 Jahre * Klavierbauer

Einen Bezug zum Beruf herstellen, sollte diese Woche meine Herausforderung sein. Deshalb versuchte ich in der „Pianowerkstatt“ mein Glück. Nach einer gewissen Skepsis, hatte ich ein schönes Gespräch mit Carl, Danke.

2019 – 02 Susanne * 50 Jahre * Cafe Inhaberin
2019 – 01 Enzo * 74 Jahre * Rentner, mehr wollte er nicht preisgeben.

Am 2. Januar mein erstes Foto. Auf einer Parkbank im Karlsruher Schlossgarten einen älteren Herrn angesprochen. Gar nicht so einfach. Musste einige Überzeugungsarbeit leisten. War nicht so gesprächig.

53 Gedanken zu “Hände – hands – mains

  1. Renata Janett

    2019 – 42 Singt er Beatles-Songs? Oder ist sein Sweatshirt einfach „Zufall“? Vielleicht sind das gar keine Beatles da drauf? – Er spielt mit Daumenpick. Das hilft, die Bässe etwas hervorzuheben. Gelassene, ruhige Hand, ich höre hier kein laut-wildes Gezupf, sondern gesangsbegleitende Akkorde.

  2. Renata Janett

    2019 – 40 So liebe, sorgfältige und geschickte Hände! Die ernten vielleicht Küchenkräuter aus der Natur oder Samen für Anpflanzung zu Hause.

  3. Renata Janett

    2019 – 38 Ob der rothaarige Pianist Vivaldi (der „rote“ Priester) spielt? Seine Hände könnten schon diejenigen eines Pianisten sein, oder wenigstens einer Person, die Klavier spielen kann. Aber vielleicht irre ich mich auch, wäre aber schade, die Hände sind zum Musizieren gebaut!

    2019 – 39 Die Behaarung am Unterarm habe ich vorerst gar nicht bemerkt und die Hand ganz eindeutig als eine Frauenhand angesehen… Der Manfred ist wahrscheinlich kein Bastler, seine Antiquitäten lässt er meistens von anderen reparieren. Dafür reinigt er sie und erhält sie in gutem Zustand. Er weiß vor allem vieles, ja sogar sehr vieles über seine Gegenstände zu erzählen. Dabei können das nachweisbare Informationen sein, aber auch erfundene Geschichten, ganz glaubwürdig dargebracht 😉

    PS: es regnet im französischen Südwesten nicht mehr ;-(

  4. Renata Janett

    2019 – 37 Aha, es waren also doch Pferde da 😉 [https://www.flickr.com/photos/magnum-photos/48693773233/]. Die Hand zieht jetzt gerade den Bauchgurt noch etwas enger, eine Kraft-Tat, vor allem wenn das Pferd den Bauch aufbläst! Aber das muss sein, damit der Sattel nicht rutscht. Oder aber das Rennen ist vorüber und der federleichte Jockey lockert gerade den Gurt wieder. Seiner Hand sieht man nicht an, dass sie gerade eine anstrengende Arbeit verrichtet.

  5. Renata Janett

    2019 – 36 Jetzt hat dich ja schon wer auf den Namen der Pétanque-Kugeln aufmerksam gemacht 😉
    Diesen Händen sieht man aber nicht an, dass sie so lange keine Boule mehr gefasst haben, sie haben die Haltung sofort wieder „im Griff“. Also sind hier nur die Boules verrostet, nicht die Spielerhände. Ist er wohl besser im Legen oder im Schießen? In seinem Alter und mit kaum mehr Übung wahrscheinlich eher im Legen.

    1. klaus Artikel Autor

      Nicht zu glauben, habe ich sogar selbst bemerkt 😉
      Du spielst selbst des öfteren diese Spiel, welches wohl Boule sich nennt? Bei dir, wie überhaupt in Frankreich ein Nationalsport. Bei uns eher eine Modeerscheinung.

      1. Renata Janett

        Das Spiel mit diesen Kugeln heißt „Pétanque“, die metallische Kugel ist 650-800g schwer und hat einen Durchmesser von 70,5-80mm. Die Kugel wird aus dem Stehen geworfen (also ohne Anlauf). – Beim Boule-Spiel (boule lyonnaise) ist die Kugel größer (90-110mm) und wiegt 900-1100g. Zudem ist das Spielfeld (im Gegensatz zur Pétanque) abgegrenzt und die Spielregeln sind komplizierter.
        Ich spiele Pétanque wie Ludwig 🙂

  6. Renata Janett

    2019 -35 Auf den ersten Blick dachte ich an mit Henna gefärbte Hände, aber dann haben mich die ungewohnten Motive und die Ringe zum Zweifeln gebracht. Ich habe große Mühe mit Tattoos, aber hier ist es noch schlimmer. Weder dekorativ noch sorgfältig gemacht, ein unverständliches Durcheinander für Laien wie mich. Ich komme nicht näher an die Person heran, die Hände sagen mir strikt nichts. – Aber auch das ist eine „Wirkung“…

  7. Renata Janett

    2019 -34 Das Ausbeinmesser (?) ist doch dasjenige, das gerne abrutscht, aber er scheint noch alle Finger an der linken Hand zu haben, also ein geschickter Metzger! Die Gesten sehen hier ganz alltäglich leicht und unkompliziert aus. So macht man’s einfach. Ist ja gar keine Zauberei …

    1. klaus Artikel Autor

      Richtig, den Metzger kenne ich als Kunde schon seit Mitte der 80er Jahre. Das nennt man „Berufserfahrung“ was gut zu erkennen ist.
      Mit Sleman habe ich Kontakt. Mobil, aber ich besuche ihn auch. Er ist so dankbar und ein ganz besonderer Mensch. Mal sehen wie es sich entwickelt. Die Fotos gehören auf jeden Fall zu meinen Favoriten.

      Fauenhände, da lagst du mal wieder zu 100% Richtig. Marianne, kenne ich persönlich, du hast sie trefflich beschrieben. Umtriebig, steht mitten im Leben. In jungen Jahren aktive Sportlerin, Gymnasiallehrerin und eine engagierte Kommunalpolitikerin.
      Lore machte mir eher einen depressiven Eindruck, kenne sie aber nicht näher.
      Danke Renata für deine Kommentare.

  8. Renata Janett

    2019 – 33 Ich weiß nicht, ob mich dein Text zu den Bildern oder die Bilder selber am meisten berühren …
    Beim ersten Bild musste ich gerade selber ausprobieren, wie man die Hände überhaupt so zeigen kann 😉 Gar nicht so einfach, das ist so ungewohnt. Bevor ich den Text darüber las, sagte ich mir schon, dass diese Hände etwas mehr Schutz verdienen würden.
    Das zweite Bild finde ich ganz großartig! Es ist nicht nur grafisch ausgezeichnet (Licht – wie immer bei deinen Bildern – und Ausschnitt), sondern könnte auch als Illustration zu einem Beruf dastehen. Es zeigt eine sichere, gekonnte berufsbezogene Bewegung, aber auch die mühsame Hocke, in welcher der Mann seine Arbeit verrichten muss.

  9. Renata Janett

    2019 -32 Ökologischer Landbau … und makrobiologische – oder moderner – vegane Ernährung? Könnte ruhig etwas Fett anbauen!
    Voilà, nachgeholt 😉

  10. Renata Janett

    2019 -29 und 2019 – 31: Frauenhände gleichen Alters und doch ganz verschieden. Mariannes Hände sind von beinahe jugendlicher Neugier, unternehmungslustig und sinnlich. Lores Hände scheinen nicht mehr viel zu erwarten. Sie sind wenn auch wehrlos, doch gelöst, wie wenn sie schon lange erledigt hätten, was zu erledigen war.
    2019 -28 und 2019 – 30: Passen sich die Hände der Arbeit an oder hängt die Wahl der Arbeit von der Handform ab? Mikes Hände erlauben ein breites Spektrum an kreativen Berufen, von Schwer- bis Feinarbeit. Svens Künstlerhände scheinen mir eher schnell überfordert, wenns um HANDarbeit geht. Sie dienen als „Verlängerung“ des Gehirns, um Gedankengänge festzuhalten. Aber vielleicht spielt er ja ein Instrument?

  11. Renata Janett

    2019 -27 Ich bin immer wieder verblüfft von Baby-Händchen und -Füßchen. Auch wenn die noch ungeschickt sind, sind sie doch total ausgebildet und bewegungsfähig.
    Dein Bild trennt und verbindet zugleich mit dem „Jakob“-Schnullerbändchen die zwei Generationen Hände. Eine rechte und eine linke Hand, die wohl einen langen gemeinsamen Weg angetreten haben.

    1. klaus Artikel Autor

      Hallo Renata,
      deine Kommentare sind ein Teil des Hände – Projektes. Vielen Dank!
      Mittlerweile bin ich schon gespannt auf deine Expertise 😉
      Herzliche Grüße nach Labouheyre

  12. Renata Janett

    2019 – 25 die Hände KÖNNEN, was sie machen, sind sich praktische, genaue Arbeit gewohnt und machen sie auch gerne.
    2019 -26 die Hände der Tänzerin erscheinen mir unsicher, etwas ungeschickt, noch nicht selbstbewusst genug. Hände indischer Tänzerinnen sind zum Beispiel viel ausdrucksvoller. – Die Flötistin spielt gerade ein „f“ 🙂
    Ich möchte Folgendes mit dir teilen, die Bilder gefallen mir und es gibt da auch Hände. Vielleicht kennst du den Fotografen ja, für mich ist es eine Entdeckung:
    https://blog.bazonline.ch/zoom/index.php/115944/ein-freier-blick-auf-litauen/
    Gruß aus dem VIEL zu heißen Süden
    Renata

  13. Renata Janett

    2019 – 24, rechte Hand okay locker, linke zu verkrampft, das gibt später Sattelgelenkarthrose, ich weiß was davon 🙁
    Mit 15 wollte ich Berufsmusikerin werden, eben mit der Querflöte, war aber dann genug scharfsinnig um festzustellen, dass es „nur“ zu Orchestermusikerin und Flötenlehrerin reicht. Eben: Solistin oder nichts! ;-))
    Schmuckes Handgelenk und schönes Licht auf der Flöte. Gut geknipst!

  14. Renata Janett

    2019 -21 , 2019 – 22: [Ich finde zur Zeit die nötige Muße nicht, mich in die Bilder zu vertiefen, möchte aber Schritt halten ….]
    Die beiden sind – jede(r) auf seine/ihre Art – Beobachter. Sie schaut hin, er schaut zu. Ähnlich gemusterte Kleidung, ähnliche alte Haut, ähnlich verschränkte Hände. Beide ruhig – nichts mehr zu verlieren, doch bleibendes Interesse für die Umgebung.
    Ist 2019 -23 mit 2019 -18 identisch? Ich finde die Hände faszinierend. Künstlerhände, anarchistisch, skurril, frei.

    1. klaus Artikel Autor

      Hallo Renata,
      schön, trotz vieler täglicher website Zugriffe bist du die Einzigste welche kommentiert. Freut mich!!!
      Hände von älteren Menschen ziehen mich mehr an und lassen sich bereitwilliger fotografieren. Es ist richtig, meist ist eine gewisse Resignation zu erkennen.
      Mir fehlt leider die Zeit mich mehr mit meinem Projekt zu beschäftigen. Da wäre so viel möglich. Hände sind unendlich.
      Foto 18 wurde in Karlsruhe von einem wohl Obdachlosen aufgenommen. Nr.23 in Heidelberg von einem Straßenkünstler. Beide haben eines Gemeinsam, das harte Leben auf der Straße. Denke, ist gut zu erkennen.

  15. Renata Janett

    2019 – 20 Bevor ich die Legende las, sagte ich mir, das ist entweder eine Kellnerin oder eine Bestatterin. In beiden Berufen kann mal ein Fingernagel abknicken 😉 Ich fragte mich nur, ob Bestatterinnen solchen Armschmuck tragen dürfen. – Und dann habe ich die Bildunterschrift gesehen. Eigentlich schade, das hat mich um weiteres „Grübeln“ gebracht.
    Das Bild gefällt mir! Ich hätte bloß Angst, ein Stück Fingernagel in der Minestrone zu finden ^-^

  16. Renata Janett

    2019 – 19 Erstaunend, wie diese eigentlich feinen Finger die höchste Saite in so hoher Lage, also nahe am Steg, drücken können. Das braucht wahnsinnig viel Kraft! Ich sehe, dass die linke Hand sehr breit ist, also zum Spreizen gebaut (oder verformt…), das braucht’s bei diesem Monster von Instrument 😉 . Auch die rechte scheint kräftig zu sein. Hier ist die Haltung für die Bogenführung perfekt aufgenommen.
    Zusammenfassend: Eher feine Hände bei Kraftprobe.

  17. Renata Janett

    2019 -18 Sehr schöne gepflegte, wettergegerbte Hände. Die Rechte verfremdet, wie ein abstützender Fuß. Die Linke vorsichtig, an Kontakt mit Buchseiten gewohnt.
    Hat er gerade mit den Fingern Grieß ausgelöffelt?
    Die beiden Becher bringen noch mehr Verfremdung ins Bild.
    Es gäbe doch bequemere Orte. Also, warum hier?
    Das bemerkenswert gut beleuchtete Bild wirft eine Menge Fragen auf …

    1. klaus Artikel Autor

      Äußerlich zu urteilen, lebt der Mann wohl auf der Straße (Obdachlos). Ich hatte mich nicht getraut ihn anzusprechen. Die Situation hat es nicht ergeben. Er saß auf einem Brunnen und lass ganz entspannt das Buch.
      Deine Analyse, bei den Fotos davor, sehr bemerkenswert und zutreffend. Chapeau !

  18. Renata Janett

    2019 -17 eine Hand stützt den Arm, die andere den Kopf. Und wenn der Kopf seine Entscheidung getroffen hat, tritt die eine Hand (die rechte oder die linke?) in unwiderrufliche Aktion … Teamwork.

  19. Renata Janett

    2019 – 16 Diese Person braucht die Gewissheit, dass sie etwas Wert ist, dass sie für andere zählt und dass sie auch wirklich der Liebe wert ist. Noch so viel Unsicherheit …

  20. Renata Janett

    2019- 15 Dein Bild erinnerte mich mit seiner Atmosphäre und verschiedenen Einzelheiten an die 70er – so „flower-power“ ähnlich 😉

  21. Renata Janett

    2019 – 14 Diesen Händen machst du nichts vor. Sie lassen auf sich zukommen – und nehmen dann an oder verwerfen. Arbeit ist nicht bevorzugt, aber wenn eine Hilfe gebraucht wird, sind sie da. Gelassenes Beobachten.

    1. klaus Artikel Autor

      Du wirst mir unheimlich.
      Besser hätte ich den Menschen nicht analysieren können und ich habe mit ihm gesprochen. Soweit es mein Englisch zugelassen hat.
      Ein ganz friedlicher, ruhiger Zeitgenosse. Sein Begleiter ein Hund, stand ihm in nichts nach.
      Äußerlich eher verwahrlost und machte den Eindruck eines Obdachlosen. Im Gespräch stellte sich heraus, kein Alkohol und nahm erst nach einigem zureden ein paar Euro von mir an. Die Hände sehen wahrlich nicht nach harter Arbeit aus.

  22. Renata Janett

    2019 – 12 (nichts)
    2019 -13 Ob Kugel- (pétanque) oder Schachspieler, es sind ähnlich konzentriert beschäftigte Hände, die sich an Kugeln oder Figuren festhalten – und nicht umgekehrt 😉

    1. klaus Artikel Autor

      Danke für den Kommentar 2019 – 12
      Sollte doch bei meiner ursprünglichen Idee der Hände bleiben. War auch unschlüssig, habe es geändert mit meinem „ersten Foto“ welches ich vorgesehen hatte.

  23. Renata Janett

    2019 – 08 Feststellung dank deines Bildes: außer der Singstimme gibt es nur ganz wenige herkömmliche Musikinstrumente, für welche die Hände nicht unumgänglich sind.
    „handlose“ Instrumente: Fußtrommel, Alphorn (aber schwierig ohne Hände), Mundharmonika mit Halter, und ?

  24. Renata Janett

    Meine Großmutter war Schneiderin. Deine Aufnahme 2019 – 06 hat mich daran erinnert, wie ich eines Tages meine über 70 Jahre alte Oma weinend an einer Näharbeit überrascht habe. Sie hat mir erklärt, dass ihre Augen auch bei gutem Licht für Schneiderarbeiten nichts mehr taugen und dass ihre von Rheuma verbogenen Finger die Nadel kaum mehr führen können. – Ich habe die begonnene Naht dann (mit Ach und Krach!) fertig genäht.
    Es ist erfreuend, dass Ninos Hände diese Feinarbeit noch meistern. Ich wünsche ihm, dass es solange weiter geht, wie er es sich wünscht.

  25. Renata Janett

    2019 – 05
    Balinesische Tänzerin? Ich würde meinen Haarschopf diesen Händen nur zögernd anvertrauen. Diese Fingernägel flössen mir Angst ein. Aber solange (so kurz?) sie bloß Herrenschnitte macht, kann das mir ja auch egal sein.
    LG
    Renata
    PS: es regnet

  26. Renata Janett

    2019 – 4
    Die einen müde anschauende Hand von Renée (französische Übersetzung von Renata …). Solcher Handschmuck wird oft von eher scheuen, nicht sehr gesprächigen Menschen getragen oder von Menschen, die andere nicht gern nahe kommen lassen. Du hast das Vertrauen gewonnen. So empfinde ich es wenigstens 😉
    Gruß aus dem Südwesten
    R

    1. klaus Artikel Autor

      Denke, du hast den Menschen gut analysiert. Hatte auch den Eindruck, eher einen zurückhaltenden Menschen zu treffen. Um so erfreuter war ich, dass er einwilligte, ich dürfe seine Hand fotografieren.
      Die Überraschung kam zu Hause als ich sein Kopf Tattoo genauer anschaute. Dies zu fotografieren hatte er mich aufgefordert. Anfangs war er noch mit Kopfbedeckung.
      Mein Projekt übertrifft bisher alle meine Erwartungen. Wobei ich es mir einfacher vorgestellt hatte, den Hand ist nicht gleich Hand.
      Danke für Deine Kommentare.
      LG Klaus

  27. Renata Janett

    Hände faszinieren mich. Wenn ich mit einer neuen Person in Kontakt komme, schaue ich von Anfang an auf ihre Hände. Dein Projekt, Klaus, interessiert mich also sehr (oder irrsinnig…). Ich finde bloß, dass deine erste Woche etwas lang wird …
    Enzos Hand ist rührend, aber die nächste? Du solltest doch den Plan handhaben 😉

    1. klaus Artikel Autor

      Hallo Renata,
      Super, das du meine Website entdeckt hast und mich gleich unter Druck setzt. Es ist doch erst Samstag 😉
      Meine Hände Projekt hat noch viel Luft nach oben. Ideen habe ich reichlich, denke wird schon. Finde Hände ebenso faszinierend und erzählen oft eine kleine Geschichte.
      Bis demnächst.
      Liebe Grüße nach Frankreich Klaus

      1. Renata Janett

        Jetzt habe ich gerade lange gestöbert (flickr und hier), bis ich das Bild, das mich ganz stark gerührt hat, wieder gefunden habe: 1/52 – Glück. Klaus, das ist eine wunderschöne Aufnahme, die Geborgenheit, Liebe, Vertrauen und eben Glück ausstrahlt. Zudem kündigt sie gewissermaßen dein diesjähriges Projekt an. Vielleicht findet das Foto seinen Platz in dieser Serie? So zum Abschluss, in der 53. Woche, zum Beispiel 😉
        Schon wieder wartende Grüße aus Frankreich Renata

        1. klaus Artikel Autor

          Danke Renata! Das Foto 1/52 – Glück hatte ich gar nicht mehr in meinem Gedächtnis. Stimmt, es ist ein echtes Highlight. Es wird den Abschluss bilden, vielleicht mit einem aktuellen Foto der Darsteller von damals. Die Hände sind dann nur 3 Jahre älter.
          Herzliche Grüße Klaus

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